Über HSP

Mit dem HAMBERGER SOUNDPOST ist es möglich, klangentscheidende Faktoren wie Spannung und Position des Stimmstocks unabhängig voneinander zu variieren. Dabei bleibt eine perfekte Passung durch die beweglichen Enden stets gewährleistet. Die ausgewählte Materialkomposition (KEIN Carbon!!!) des HAMBERGER SOUNDPOST sorgt für ein natürliches Schwingungsverhalten im Instrument und erzeugt ein edles Timbre.

Durch das Activ-Dynamic Prinzip (ADP) des HAMBERGER SOUNDPOST wird die Installation besonders erleichtert. Der HAMBERGER SOUNDPOST kann im Instrument im entspannten Zustand durch Außenmagneten positioniert werden, bis er an der perfekten Stelle mittels Justierstab arretiert wird. Die Spannung des HSP lässt sich an gleichbleibender Position jederzeit erhöhen bzw. verringern. Die dadurch entstehende Klangveränderung kann vom Spieler unmittelbar wahrgenommen werden. Die Installation des HSP ist denkbar einfach, es empfiehlt sich aber der Einbau durch den Fachmann.

"Der Hersteller des Hamberger Soundpost übernimmt keine Haftung, die durch unsachgemäßen Einbau am Instrument entstehen."

Im Stimmstock-Set enthalten sind der Stimmstock mit Einstellrad, Magnetischer Justierstab, 2 Positionierungsmagnete sowie 2 Positionsanzeiger. Optional erhältlich ist eine Stellschraube mit abnehmbarem Stellrad mit Stellschlüssel.

Es hat sich gezeigt, dass sich der Klang von Testinstrumenten durch eine Längenänderung des HSP deutlich verändert. Damit lässt sich das Instrument mit minimalem Aufwand klanglich verbessern.

Das Interessante dabei ist die sehr geringe Längenvariation: Die Verstellung des Rades gegenüber dem Ausgangszustand um „eine Stunde“ macht lediglich 0,7/12 = ca. 0.0583 mm nach oben bzw. unten aus, also knapp 6/100 mm.

Vorteile des Hamberger-Stimmstocks gegenüber der Fichtenstimme sind:

  1. Die Möglichkeit zur feinen Längenverstellung mit der resultierenden Veränderung des Klangs. Um mit der traditionellen Fichtenstimme eine ähnliche Variation zu erzeugen, wie sie die Längenvariation des Hamberger-Stimmstocks bietet, müsste man mehrere Stimmstöcke mit geringfügig unterschiedlicher Länge für dieselbe Position herstellen und nacheinander ausprobieren. Allein die Herstellung von z.B. drei Stimmstöcken mit Längendifferenzen von ca. 6/100 mm dürfte sehr „ambitioniert“ sein. Dabei erhöhen die schrägen Stirnflächen des Stimmstocks die Ungenauigkeit bei der Längenmessung. Die Winkel der Schrägen müssten auch absolut gleich sein, um den störenden Einfluss einer schlechten Passung zu vermeiden.
  2. Die Möglichkeit, den Stimmstock etwas zu verschieben und in der neuen Position wiederum die Länge zu optimieren. Damit können die beiden Parameter „Länge“ und „Position“ unabhängig voneinander variiert werden. Bei dem üblichen Verschieben des traditionellen Stimmstocks werden gleichzeitig die Parameter „Klemmkraft“ und „Position“ verändert und damit die Einflüsse, die diese auf den Klang haben, vermischt.
  3. Die in Kugelgelenken gelagerten Füßchen, die immer für eine gute Passung an Boden/Decke sorgen.Da die Flächen von Boden und Decke im Stimmstockbereich sehr komplexe Winkelverhältnisse bilden und schlecht exakt abgebildet werden können, dürfte die Passung an einer oder beiden Kontaktstellen bei einer großen Zahl traditioneller Stimmstöcke suboptimal sein.

ALLGEMEINERE BETRACHTUNG

Jeder Fachmann und jeder interessierte Streicher weiß, welch große Bedeutung der Stimmstock in seinen verschiedenen Parametern auf den Klang hat. Dabei ist eine Fichtenstimme mit perfekter Länge, die aus dem Instrument den optimalen Klang herausholt, wie sich jetzt zeigt, nur zu einem Teil auf das hervorragende Können des Geigenbauers zurückzuführen. Zum anderen Teil ist es reine Glückssache, denn eine Testreihe mit Stimmen verschiedener Länge ist ja praktisch ausgeschlossen (s. oben). Daraus lässt sich folgern, dass wahrscheinlich eine größere Zahl selbst von Spitzeninstrumenten mit suboptimalen Stimmen ausgestattet ist....

Mit dem HAMBERGER SOUNDPOST zeigt sich auf einfache Weise, wie groß der Einfluss geringster Längenänderungen auf den Klang ist. Mit der traditionellen Fichtenstimme konnte man von dieser Einflussmöglichkeit noch gar nichts wissen. Dabei ist die Positionierung durch Außenmagnete eine wirklich bahnbrechende und noch dazu einfache Innovation. Sie ermöglicht, den Klang eines gegebenen Instruments über die bisher gesetzten Grenzen hinaus anzuheben.